Streng genommen und nach sportwissenschaftlichen
Maßstäben kann Babyschwimmen folgendermaßen
definiert werden:
Das Säuglings- und Kleinkinderschwimmen erfolgt nach
einem fachlich angeleiteten Eltern-Kind-Bewegungsprogramm in
stehtiefem und ungefähr 32°C warmen Wasser, in dem in
spielerischer Atmosphäre in Gruppen unterrichtet wird. Der auf
Frühstimulation ausgerichtete Unterricht und die gleichzeitige
pädagogische Betreuung charakterisieren das beabsichtigte und
bewusste Handeln der Eltern mit dem Säugling. (Ahrendt,
2001)
Doch diese Definition ist unzulänglich, denn wir bei Nessie
sehen das Babyschwimmen in einem ganz anderen Blickwinkel.
Versetzen wir uns in die Lage eines Säuglings, gerade auf
die Welt gekommen, aus einer warmen, schwerelosen Atmosphäre,
in der er geborgen, umhüllt und getragen wurde. Sofort
beginnen die physischen Bedingungen unserer Welt auf ihn
einzuwirken, er kann spüren wie schwer sein Körper ist,
es ist hell, kühl und - er wird begrenzt. Begrenzt durch die
ihn umgebenden Materialien, seinem Gewand, seinem Bett und noch
vielem Mehr.
Wie schön muss das Gefühl sein, wieder in einen 9
Monate lang gewohnten Zustand zurückgeführt zu werden?
Wie schön muss es sein im warmen Wasser schwerelos zu
schweben, Wirbelsäule entlasten können, zu schaukeln,
vertraute Geräusche zu hören und von ihn liebenden
Menschen umgeben zu sein?
Das ist das, was wir vorrangig beim Babyschwimmen vermitteln
wollen. Es wäre natürlich wünschenswert, wen wir
diese Bedingungen gleich ab der Geburt bieten können, aber
leider gibt es da einige Schwellen, die nur schwer zu umschreiten
sind. Körperliche Probleme, eigene Ängste und oftmals
auch die nötigen Rahmenbedingungen lassen ein
frühzeitiges Schwimmen gehen oft nicht zu. Doch wenn Eltern
dann mit ihren Kindern in unsere Kurse kommen, wollen wir beiden
ein schönes Erlebnis ermöglichen.