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Warum Babyschwimmen?

Was bringt Babyschwimmen?

Um von Auswirkungen auf das Kind sprechen zu können, müssen wir hier festhalten, dass hier jene Kinder gemeint sind, die nicht nur für eine Kurslänge von etwa 8 Einheiten schwimmen kommen, sondern Kinder, die auf längere Sicht regelmäßig ins Schwimmbad gehen. Regelmäßig heißt einmal pro Woche über einen längeren Zeitraum, d.h. mindestens 1 Jahr.Kind und Auto

Babyschwimmen wirkt sich nicht nur auf die physische Konstitution aus, vielmehr werden damit mehrere Ebenen angesprochen.

Soziale Ebene

Psychische Ebene

Physische Ebene

Soziale Ebene:

Die soziale Entwicklung der Babys wird durch verschiedene Komponenten unterstützt. Das wären:

Gruppenkontakte als soziales Lernfeld

Bedingt durch die vielfältigen neuen Kontakte, die die Kinder zwangsläufig schließen müssen, werden die Kinder kontaktfreudiger. Die sehr schwierige Fremdel- und Trotzphase wird dadurch schneller überwunden. Durch die gewonnene Wassersicherheit, gehen die Kinder im Bad auf Entdeckungsreise, paddeln immer wieder in alle Ecken des Beckens. Gemeinsames Spielen mit den anderen und mit den Spielsachen wird zum wesentlichen Inhalt der Übungsstunden. So kann Selbstvertrauen gefördert und Lernbereitschaft geweckt werden.

Förderung der Eltern-Kind-Beziehung

Im Schwimmbad können die Eltern ihr Kind ungezwungen im Wasser erleben, natürliche Freude beim Bewegen und Spielen mit dem Kind entfalten, sensibel werden für die Sinneserfahrungen und sich bewusst werden, das eigene Bewegungsverhalten auf das Kind einzustellen (und nicht umgekehrt). Insbesondere die Fastnackheit der Körper im Wasser intensiviert die Beziehung durch den Körperkontakt.

Die intensive Beschäftigung des Elternteils mit dem Kind fördert die Vertrautheit zwischen den beiden, denn das Kind muss sich vollständig auf seine Bezugsperson verlassen können.

Psychische Ebene:

Wassergewöhnung àDazu gehört, dass die anfangs unangenehmen Eigenschaften des Wassers wie Kälte oder Nässe akzeptiert werden, Spritzer und Wellen nichts mehr ausmachen

Spielerische Anregungen zur geistigen Entwicklung des Kindes àverschiedene Reize wie buntes Spielzeug, Wiedererkennen von Liedern und Spielabläufen

Selbstvertrauen wird gestärkt àSie können sich ihre Wünsche aus eigener Kraft erfüllen, wenn sie z.B. ein Spielgerät entdecken, darauf zu schwimmen, es ergreifen, es betrachten, drehen und wenden und wieder fallenlassen um ein anderes anzusteuern oder zur Mutter zurückzukehren. Die Förderung der Wahrnehmung ist gleichbedeutend mit der Förderung der Vernetzung der unterschiedlichen Regionen des Gehirns.

Physische Ebene:

Während sich das Baby unter Landbedingungen in den ersten sechs Lebensmonaten noch nicht fortbewegen und nur mühsam den Kopf heben kann, ermöglicht ihm die dreidimensionale Bewegungsfreiheit im Wasser sich mittels elterlicher Unterstützung oder der zur Hilfenahme verschiedener Schwimmhilfen fortzubewegen und zahlreiche Bewegungsmöglichkeiten wiederholend und variierend zu erproben.

Plantschen und strampeln im warmen Wasser ist für Säuglinge eine erste Form der Fortbewegung. Diese neuen Bewegungserfahrungen durch das Schwimmen erleichtern weiter motorische Folgebewegungen wie Kriechen, Krabbeln und Laufen.

Körperliche Entwicklung:

Bei der körperlichen Entwicklung werden 5 Organsysteme in besonderem Maße positiv beeinflusst:

AtmungKind und Brett

Herz-Kreislauf

Skelett

Muskulatur

Wärmehaushalt

Die Atmung:

Der Wasserdruck sorgt für die verstärkte Ausatmung des Kleinkindes. Das Baby ist gezwungen gegen diesen Druck intensiv einzuatmen. Dadurch kräftigt es seine Atemmuskulatur, im ersten Lebensjahr außerdem verstärkt die Zwerchfellmuskulatur, später auch die Brustkorbheber.

Zusätzlich kommt es durch die Anforderungen zu einer starken Vermehrung der Lungenbläschen.

Insgesamt ergibt sich dadurch eine Erhöhung der Vitalkapazität, des größtmöglichen Einatmungsvolumens. Diese läßt das Kind ruhiger atmen – die Atemhäufigkeit sinkt deutlich.

Dies bewirkt auch Auswirkungen auf das Schlafverhalten der Kleinen: Dank der „sportlichen Belastung“ der Kinder im Schwimmbad schlafen diese ruhiger und tiefer.

Das Herz-Kreislaufsystem

Auch die Entwicklungsreize für das Herz-Kreislaufsystem gehen beim Babyschwimmen hauptsächlich vom Wasserdruck aus.

Der Druck lastet auf die eingetauchten Körperteile, wodurch das Herz eine vermehrte Leistung aufbringen muss. Die Dehnungsfähigkeit des Herzens wird vergrößert und die Muskulatur gestärkt.

Regelmäßiges Babyschwimmen senkt so die Pulsfrequenz und erhöht die Leistungsfähigkeit des Kindes. Es erholt sich somit nach Belastungen schneller und zeigt erhöhte Ausdauer.

Auch hier gibt es wieder positive Auswirkungen auf den Schlaf des Kindes.

Das Skelett

Das kindliche Skelett erhält die Entwicklungsreize vornehmlich durch die intensive Bewegung im Wasser. Als Folge dieser Beanspruchung ergibt sich ein ausgewogenes Knochenwachstum. Aus Studien weiß man, dass sich die Wirbelsäule des Kindes früher als bei vergleichbaren Kindern ohne BS aus der totalrunden in die Doppel-S-Form umzuwandelt.

Den immer häufiger auftretenden Haltungsschwächen kann vorgebeugt werden. Die Gefährdung der Gesundheit unserer Kinder durch den mangelnden Bewegungsraum, die Bewegungsarmut und andere negativer Einflüsse heutiger Lebensweisen führen vielfach zu irreversibler Haltungsschäden. Gerade das frühzeitige und regelmäßige Schwimmen kann diesen Gefahren entscheidend entgegenwirken.

Das BS im 1. Lebensjahr ist die geeignetste Bewegungsart zur Förderung des Stütz- und Bewegungsapparates.

Motorische Entwicklung:

Durch motorische Stimulation wird der Säugling angestoßen und aufgefordert, sich weiterzuentwickeln. Die motorische Entwicklung kann durch die physikalischen Bedingungen im Wasser vielfältig und zu einem frühen Zeitpunkt positiv beeinflusst werden. Das Baby kann durch Versuch-Irrtum-Lernen bald Bewegungen mit Armen und Beinen durchführen, die dem Wasser angepasst sind. Schon früh gelingt es dem Kind z.B. im Wasser zu schweben. Bewegungen im Wasser sind eine frühe Koordinationsschulung und Geschicklichkeitsförderung. Gleichzeitig verbessert das Kind sein Gleichgewichtsgefühl im fast schwerelosen Zustand. Da sich der Säugling an Land zu diesem Entwicklungszeitpunkt bei weitem nicht so gut bewegen kann wie im Wasser, ist dieses Medium ideal.

Die Übungen im Babyschwimmen sind so ausgerichtet, um die nachfolgenden Fähigkeiten zu verbessern

· Gesamtkörperkontrolle in Form von Stützen, Anspannen, Ausgleichen von Bewegungen

· Hand- und Fingergeschick in Form von Greifen und Loslassen

· die Kräftigung der Muskulatur führt zu früherem Bewegen, dies dient dem Krabbeln, Stehen, Gehen

· Wecken von Bewegungsfreude durch verschiedene Anreize àbuntes Spielmaterial

· Altersgemäße Geschicklichkeitsübungen

· Die Schulung der Körperhaltung

Die Muskulatur

Kinder können im Wasser durch das geringere Eigengewicht Bewegungen ausführen, die sie an Land nicht könnten, durch den gleichzeitig herrschenden Wasserwiderstand, fallen bestimmte Bewegungen schwerer. Das heißt die gesamte Muskulatur wird sehr stark gekräftigt.

Ermöglicht wird diese Allgemeinkräftigung durch die Schwerelosigkeit im Wasser, in der das Baby seine Bewegungs- und Haltemuskeln Zug um Zug durch eigene Aktivitäten kräftigen kann.

Der Wärmehaushalt

Durch den Unterschied von Körper- und Wassertemperatur werden positive Reize für die Verbesserung der Wärmeregulation und für die Abhärtung gesetzt, ohne dem Kind zu schaden.

Insgesamt verbessern bzw. beschleunigen sich durch den regelmäßigen Wasseraufenthalt

- die Hautreaktion des Kindes auf KälteGießkanne

- das Wachstum des Unterhautfettgewebes

- die Fähigkeit zur Wärmeregulation

- das Immunsystem

In den ersten drei Lebensmonaten profitiert das Baby im wesentlichen von der Immunabwehr der Mutter, und erst danach ist der Säugling in der Lage selbst vermehrt Antikörper zu bilden. Nach dem 4. Lebensmonat kann der Körper schon selbst Infektionskrankheiten abwehren, und zu diesem Lebenszeitpunkt trägt ein regelmäßiges Säuglingsschwimmen zu einer zusätzlichen „Abhärtung“ bei. Babys, die einmal wöchentlich Schwimmen, sind vielfach besser als gleichaltrige vor Infektionskrankheiten geschützt!

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