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Angst vor dem Wasser ... dahinter steckt oft mehr!

Wie Reflexe ihr Kind beim Schwimmen lernen beeinflussen können.

Nach der Geburt unterliegen Babys unbewussten frühkindlichen Reflexen, die sich ab dem dritten Monat nach und nach auflösen müssen, damit eine normale Entwicklung des Körpers stattfinden kann. Dieser Prozess wird unter anderem durch das Babyschwimmen positiv beeinflusst und gefördert. Verzögert sich die Auflösung der Reflexe, bleibt das Kind in seiner Entwicklung zurück. Erfolgt sie eher einseitig, wird eine Seite geschickter werden und die andere bleibt unterentwickelt. Im schlimmsten Fall kann eine körperliche Behinderung die Folge sein.

Parallel dazu lernen Babys im ersten Lebensjahr in den einzelnen wichtigen Entwicklungsstufen nicht nur ihren Körper zu beherrschen. In dieser Zeit werden bereits auch die Zentren im Gehirn programmiert, welche die Grundlagen für das spätere Lesen, Schreiben und Rechnen legen. Gezielte Bewegungen — wie z.B. die beim Babyschwimmen fördern die Gehirnentwicklung und bauen somit einer etwaigen später folgenden Lernschwäche vor.

Auch beim Schwimmen lernen können Reflexe hemmend wirken. Während unserer Arbeit haben wir viele Kinder kennen lernen dürfen, die dem Element Wasser sehr ängstlich gegenüber standen, deren Körpermuskulatur, sobald sie mit Wasser in Berührung kamen, in eine überspannte Haltung ging, Bewegungen im Wasser waren für diese Kinder mit viel mehr Aufwand zu bewältigen und manchmal sogar fast unmöglich.

Zum Beispiel ist ein aktiver Moro-Reflex verantwortlich für körperliche Furchtsamkeiten u.a. auch die Angst davor den Körper im Wasser zu bewegen, der Symmetrische Tonische Nackenreflex steht unter anderem für schlecht synchronisierte Bewegungen, wenn der Kopf über dem Wasser gehalten werden soll. Kinder mit einem aktiven STNR bevorzugen das Schwimmen unter Wasser und können dies auch besser, da die Auswirkung der Schwerkraft reduziert ist und das Gewicht des Wassers den Körper auf einer Ebene ausbalanciert und hält.

Der Landau-Reflex behindert willkürliche Veränderungen des Muskeltonuses in schnell wechselnden Situationen, das Kind ist z.B. nicht fähig die Beinmuskulatur willkürlich zu beugen, dies kann mitunter das Erlernen des Brustschwimmens massiv erschweren.

KinesiologInnen beschäftigen sich mit dem Ausbalancieren und Lösen von frühkindlichen Reflexen. Oft hatten Kinder bereits nach einer kinesiologischen Sitzung wesentlich mehr Freude am Wasser und der Fortschritt beim Schwimmen lernen war deutlich erkennbar. Auch für viele andere Bereiche ist diese Arbeit sehr wertvoll, Ihr Kind wird mit weniger Schwierigkeiten z.B. beim Sprechen, Schreiben, Turnen usw. durch das Leben gehen.

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