Schwimmen zu können ist genauso wertvoll und schön wie Laufen, Radfahren, Klettern oder Skifahren. Es eröffnet Kindern neue Möglichkeiten, sich sicher und frei im Wasser zu bewegen.
Der Anfang beim Schwimmen lernen ist für viele Kinder nicht immer ganz leicht. Das Wasser fühlt sich anders an als die vertraute Badewanne, das Schwimmbad ist neu und ungewohnt, und auch die Schwimmtrainerinnen und Schwimmtrainer sind anfangs fremd. Dazu kommt oft das Gefühl, dass Mama oder Papa nicht direkt mit im Wasser sind – manchmal begleitet von einem kleinen „Grummeln im Bauch“.
Genau hier setzen unsere Schwimmkurse in Linz und Umgebung an: Mit viel Zeit, Einfühlungsvermögen und einem spielerischen Zugang helfen wir Kindern dabei, Vertrauen ins Wasser zu entwickeln und sich Schritt für Schritt sicher zu fühlen. So wird aus Unsicherheit nach und nach Freude an der Bewegung im Wasser.
Für das Schwimmen lernen ist dieses Vertrauen die wichtigste Grundlage. Die Wassergewöhnung bildet dabei die zentrale und intensivste Phase auf dem Weg zum sicheren Schwimmen. Sie folgt einem klaren, kindgerechten und logisch aufgebauten Lernprozess.
In dieser Phase der Wasserbewältigung erhalten Kinder – unabhängig vom Alter – die Möglichkeit, das Wasser in all seinen Eigenschaften kennenzulernen. Ohne Angst, ohne Druck und ohne Leistungsanforderung entsteht so eine sichere Basis, auf der sich Selbstvertrauen und Sicherheit im Wasser Schritt für Schritt entwickeln können.
Nach der Wassergewöhnung werden die nächsten Schritte im Schwimmkurs gezielt aufgebaut. Dabei steht nicht die frühe Festlegung auf einen einzelnen Schwimmstil im Vordergrund, sondern eine vielseitige Bewegungserfahrung im Wasser. So entstehen wichtige Grundlagen, die später das Erlernen von Rückenschwimmen, Kraulen oder Delfinbewegungen unterstützen.
Diese Schwimmkurse finden OHNE Anwesenheit der Eltern am Beckenrand statt. So können sich die Kinder vollständig auf die Trainerinnen und Trainer sowie auf ihre eigenen Erfahrungen im Wasser konzentrieren.
Kurseinheiten
Unsere Kurseinheiten dauern je nach Kurs 45 oder 60 Minuten. Davon entfallen etwa 40 bis 55 Minuten auf das Programm im Wasser. Die verbleibende Zeit nutzen unsere Trainerinnen und Trainer für die individuelle Betreuung der Kinder (z. B. beim Umziehen, Duschen oder Ankommen in der Garderobe), für den Austausch mit den Eltern sowie für organisatorische Abläufe rund um den Kurs.
Ein Kurs umfasst – abhängig vom Semesterplan und Feiertagen – in der Regel 6 bis 10 Einheiten.
Eintritt ins Bad
Der Zutritt zum Bad ist jeweils 15 Minuten vor Beginn der Kurseinheit möglich. In öffentlichen Bädern kann der Aufenthalt im Anschluss an die Einheit je nach Hausordnung verlängert werden.
In Schulbädern (Gutau, Langenstein, Haibach, Pregarten, Ried i. d. Rdmk. u. a.) ist ein Aufenthalt außerhalb der Kurszeit nicht möglich. Diese Bäder müssen nach der Einheit wieder verlassen werden. Auch Geschwisterkinder und Begleitpersonen können dort außerhalb der Kurszeit nicht im Wasser bleiben.
Begleitpersonen
Unsere Schwimmkurse finden grundsätzlich ohne Eltern im Schwimmbereich statt, damit sich die Kinder ganz auf ihre eigene Erfahrung im Wasser und auf die Trainerinnen und Trainer konzentrieren können.
Im Kursbeitrag ist daher kein Eintritt für Begleitpersonen enthalten. Wenn Sie nach der Einheit im Bad bleiben möchten, ist der Eintritt separat an der Kassa zu bezahlen (sofern das jeweilige Bad dies erlaubt).
Bitte beachten Sie die jeweilige Bäderordnung: Der Zutritt zur Schwimmhalle ist nur in geeigneter Badebekleidung möglich. Ein Aufenthalt in Straßenkleidung ist nur kurzfristig zum Bringen und Abholen der Kinder vorgesehen.
Die Kinder werden in der Garderobe von unseren Trainerinnen und Trainern abgeholt. Die Begleitperson hilft beim Umziehen, anschließend gehen die Kinder gemeinsam mit dem Trainerteam in die Schwimmhalle. Nach der Einheit werden die Kinder wieder in die Garderobe gebracht, wo sie von den Eltern übernommen und – falls notwendig – auch geduscht werden.
Der "richtige" Kurs
Bitte besprechen Sie bereits bei der Anmeldung den aktuellen Könnensstand Ihres Kindes. Ein Wechsel in einen anderen Kurs während des laufenden Semesters ist in der Regel nicht möglich.
Zur besseren Einschätzung bieten wir für das Schwimmen lernen auch ein kurzes „Vorschwimmen“ an, damit Kinder bestmöglich in die passende Kursstufe eingeteilt werden können.
Manche Kinder profitieren davon, zunächst etwas mehr Sicherheit durch Wiederholung und spielerisches Üben zu gewinnen, ohne überfordert zu werden. Andere Kinder brauchen mehr Herausforderung, um motiviert zu bleiben und sich weiterzuentwickeln. Bitte teilen Sie uns deshalb auch den Charakter Ihres Kindes mit – so können wir es bestmöglich begleiten und individuell fördern.
Reif für das Schwimmen
Nicht alle Kinder sind "reif" und motorisch in der Lage, alle Kurse nahtlos nacheinander zu absolvieren. Gelerntes braucht Zeit um verarbeitet und automatisiert zu werden. Automatisieren bedeutet, dass Bewegungen abrufbereit sind, ohne lang nachzudenken, wie denn das geht. Schwimmbewegungen z.B. Brustschwimmarme müssen "automatisch" gemacht werden können, ohne dass das Kind bei jeder Bewegung überlegen muss, wie sie auszuführen sind. So lange es das nicht kann, ist ein Nachrücken in die nächste Stufe nicht sinnvoll!
Ein Üben zu Hause oder im Schwimmbad zusätzlich zu den Kursstunden würde das fördern und das Gelernte besser vertiefen - auch Lesen soll in der Schule täglich geübt werden :-).
Kinder frieren leicht!
Wasser ist wärmeleitfähiger als Luft, sodass der menschliche Körper etwa 4-mal so viel Wärme abgibt. Kinder sind besonders betroffen. Sie verfügen meist über ein geringeres Unterhautfettgewebe und die Körperoberfläche des Kindes ist im Verhältnis zur Körpermasse relativ groß. Daher kühlen Kinder sehr viel schneller aus als Erwachsene.
Toilette
Wassers regt die Nierentätigkeit an. Damit die Kursstunde möglichst ohne Unterbrechung durchgeführt werden kann, bitte vor dem Unterricht noch auf die Toilette gehen.
Gesundheitsförderung
Regelmäßiges Schwimmen fördert die Gesundheit! Muskulatur, Atemorgane und Herz-Kreislaufsystem werden trainiert und der übrige Organismus ohne Belastung der Gelenke abgehärtet.
Angst vor dem Wasser
Für manche Kinder ist das Schwimmen lernen mit Angst verbunden. Angst führt auf motorischer, emotionaler und geistiger Ebene zu Verzögerungen und Schwierigkeiten. Sie erschwert das Schwimmen lernen, denn es muss sich erst einmal die muskuläre Verkrampfung lösen, die mit der Angst vor dem Wasser einhergehen kann. Um das überwinden zu können, muss ein Klima geschaffen werden, in dem Angst bewältigt werden kann. Dazu ist ein intensives Vertrauensverhältnis zur:zum Schwimmlehrer:in eine wesentliche Voraussetzung. So kann das ängstliche Kind Mut und Selbstvertrauen entwickeln. Das erfordert von allen Beteiligten sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Als Eltern braucht es dafür viel Verständnis für das Kind.
Kontinuität und Übung
Für das Erlernen des sehr anspruchsvollen Bewegungsablaufs des Brustschwimmens ist es von ganz entscheidender Bedeutung, dass kontinuierlich geübt werden kann. Die Koordination der Arm- und Beinbewegung stellt für Kinder eine große Herausforderung an ihre motorischen Fähigkeiten dar. Die Anforderungen sind höher als beispielsweise bei den Bewegungsabläufen des Fahrradfahrens oder Skilaufens. Bei aller Pädagogik und Einfühlungsvermögen darf deshalb nicht vergessen werden, dass das Erlernen eines neuen Bewegungsablaufes durch Üben, Wiederholung und Automatisierung geschieht. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Teilnahme am Unterricht dringend erforderlich.
Rückschritte
Scheinbare Rückschritte können entstehen, wenn das Kind krank gewesen ist oder eine Krankheit ausbrütet, Spannungen im kindlichen Umfeld auftreten oder das Kind plötzlich realisiert, dass Wasser auch gefährlich sein kann und es auf diese Weise einen natürlichen Respekt vor dem Wasser bekommt.
Kinder brauchen Zeit
Oft wollen Kinder bei der ersten Kursstunde nicht mitmachen. Wir lassen den Kindern daher Zeit und geben die Möglichkeit, erst einmal nur zuzuschauen. Die Kinder möchten zunächst aus einer sicheren Entfernung sehen, was da auf sie zukommt. Die Umgebung, die Schwimmlehrer:innen, die ganze Situation begegnet ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben. Da ist es unter Umständen schon aufregend genug, nur am Beckenrand zu sitzen und als Zuschauer dabei zu sein. In der nächsten Stunde ist es dann meist nur noch ein kleiner Schritt vom Beckenrand ins Wasser.
Wassergewöhnung
Schwimmen können ist genauso toll wie Laufen, Radfahren, Klettern oder Ski fahren. Manchmal ist der Anfang jedoch nicht so leicht - das Wasser ist nass und nicht so warm wie in der Badewanne, das Bad ist unbekannt, die Schwimmlehrer und -lehrerinnen sind fremd, Mama und Papa sollen draußen warten und da sitzt dann noch womöglich so ein Grummeln im Bauch …
Daher ist es wichtig am Beginn für das Schwimmen lernen Vertrauen für das Neue aufzubauen. Die Wassergewöhnung ist der elementarste und zeitintensivste Teil auf dem Weg zum Schwimmen lernen und folgt in seinem Aufbau einem logischen Prinzip.
Diese Phase der Wasserbewältigung soll dem Schwimmanfänger - egal welchen Alters - Gelegenheit bieten, die besonderen Eigenschaften des Wassers, ohne Angst und Leistungsdruck, kennenzulernen.
In dieser Phase üben wir mit den Kindern das
• Vertrauen zur Umgebung, den Trainer:innen zu fassen,
• Gewöhnen an die Eigenschaften des Wassers wie Nässe und Kälte,
• Wasser spüren und den Wasserdruck und -widerstand wahrzunehmen.
Die Übungen dazu werden in lustige Spiele verpackt, sodass die Kinder motiviert werden, auch die unangenehmen Seiten des Wassers anzunehmen.
Tauchen
Das Tauchen ist ein wichtiges Element in unseren Kursen, denn wer Angst vorm „Untergehen“ hat, kann nicht angstfrei Schwimmen und ist NICHT wassersicher!! Spielerisch lehren wir die Kinder im Wasser zu blubbern (können Sie gleichzeitig durch den Mund ausatmen und mit der Nase einatmen? Nein? Eben! So kann kein Wasser in die Nase.), durch einen Reifen zu steigen und zu schwimmen, einfach mit dem Wasser im Gesicht umzugehen. Auf den Tauchfotos kann dann jedes Kind sehen, wie es unter Wasser aussieht.
Die richtige Schwimmtechnik erfordert bei allen Schwimmarten (außer Rückenschwimmen) eine Gleitphase UNTER Wasser, daher ist ein Tauchvermögen essentiell für einen kraftschonenden und wirbelsäulengerechten Schwimmstil.